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Auehof

Sachsenhühner

Seit 2011 halten und züchten wir Sachsenhühner. Die Tiere sind in Stallungen am Haus untergebracht mit reichlich Auslauf zum scharren und Sonnenbaden. Zeitweise haben sie Möglichkeit sich auf dem ganzen Areal frei zu bewegen. Abends kommen sie alleine wieder zum Stall zurück.

Im Frühjahr ziehen wir Jungen mit Kunstbrut nach. Im Sommer findet sich zudem immer eine Henne, die ihre Eier selbst ausbrüten will. Wir bieten ihr dann die Möglichkeit, ihrem Brutgeschäft abgesondert von den anderen Hennen der Gruppe nach zu gehen. Nach dem Schlupf der Küken werden diese gemeinsam mit der Glucke zurück zur Herde gesetzt.

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Das Sachsenhuhn ist ein Ausgesprochenes Nutzhuhn mit kräftigen, etwas langgestrecktem Rumpf auf mittel hoher Stellung. Beide Geschlechter tragen kleine, einfache Stehkämme. Weiterhin charakteristisch sind die kurzen Kehllappen und die kleinen, weißen Ohrscheiben. Es gibt sie in den Farbschlägen, weiß, schwarz, gelb und gesperbert. Der Hahn wird 2,5 bis 3 kg schwer, die Henne 2 bis 2,5 kg.
Ende des 18. Jahrunderts wurden die Ahnen der heutigen Sachsenhühner durch Kreuzung von schwarzen Minorka und schwarzen Langschan erzüchtet. Ziel war die Heruszüchtung eines für das raue Klima geeigneten Leistungshuhns. Durch die Einkreuzung von Sumatra wurde die Kammgröße verringert und somit Erfrierungen bei Frost vorgebeugt. Bis 1923 gab es nur den schwarzen Farbenschlag. Die neu aufkommenden Farbschläge wurden im 2. Weltkrieg fast vernichtet.

Das Sachsenhuhn zeichnet sich besonders durch klimatische Unempfindlichkeit, leichte Aufzucht, Frühreife und ruhiges Temperament aus. Es ist ein eifriger Futtersucher. Die Henne erreicht eine Legeleistung von 180 hellgelben bis hellbraunen Eiern pro Jahr mit einem Mindestgewicht von 55 g.

Die Brutlust ist nicht sehr stark entwickelt. Kommt es dennoch zu einer Brut, zeigen sich die Glucken als sehr fürsorglich und umsorgen ihren Nachwuchs zuverlässig und hingebungsvoll.

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Um die Jahrhundertwende war das Zuchtziel nicht nur auf Äußerlichkeiten gerichtet, sondern auf wirtschaftliche Aspekte wie Widerstandsfähigkeit, sparsamer Futterverbrauch und hohe Legeleistung.

Die Rasse wird unter Kategorie I (extrem gefährdet) in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. eingestuft.

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